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Kommune 2.0 Ortsschild

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Die Erste eVergabekonferenz des Kommune 2.0 e. V. war ein voller Erfolg

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Der Ort der Veranstaltung war von der Initiatorin Edda Peters gut gewählt: Im November 2001 fand in Mainz mit subreport ELViS die erste erfolgreiche elektronische Vergabe in Deutschland statt – und dies darüber hinaus EU-weit. Über 13 Jahre später, am 23.02.2015, versammelten sich im Mainzer Rathaus Verantwortliche aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, um auf Einladung des Kommune 2.0 e. V. über Stand und Zukunft der eVergabe zu diskutieren. Der Anlass: die neuen EU-Vergaberichtlinien.

Bergen die Richtlinien und ihre Umsetzung in deutsches Recht auf der einen Seite viele Chancen, sehen Kritiker auf der anderen Seite auch Unschärfen und Nachbesserungsbedarf. Der elektronischen Vergabe öffentlicher Aufträge kommt in diesem Kontext eine besonders große Bedeutung zu, soll die Pflicht zu ihrer Nutzung doch schon 2016 greifen. Das war Grund genug für den Kommune 2.0 e. V. und dessen stellvertretende Vorstandsvorsitzende Edda Peters, eine Konferenz zu diesem Thema einzuberufen – mit hohem Informationsgehalt, starkem Praxisbezug und vor allem viel Raum für Gespräch und Diskussion. Vom Vergaberechtler bis zum Vergabestellenleiter: Kompetente Referenten beleuchteten die unterschiedlichen Perspektiven des Themas aus ihrer Sicht und bezogen Stellung, informativ und oft auch kontrovers.

Leitthema der Konferenz war die eVergabe, getreu dem Veranstaltungstitel „Vom Mauerblümchen zum EU-Standard.“ Der Vormittag gehörte dabei ganz der Auslegung und Diskussion der Richtlinien: Wo bringen sie Erleichterung, wo gibt es Komplikationen, wo sind noch Fragen offen? Wie genau will Berlin die Richtlinien umsetzen? Welche Übergangsfristen gibt es? Ein Fazit lautete: Am besten ist es, so früh wie möglich mit der Einführung der eVergabe zu beginnen. Nachmittags dann ging es um den Zusammenhang zwischen eVergabe und Korruption. Die Einschätzung war eindeutig: eVergabe macht nicht unbestechlich, macht Vergaben aber wirtschaftlicher und transparenter und erschwert somit korruptive Handlungen.

Es war eine gelungene Veranstaltung, da waren sich Veranstalter und Teilnehmer einig. Und sie wird sicher nicht die letzte zum Thema gewesen sein, denn eVergabe ist Herausforderung und Chance zugleich. Gründungsmitglied Wolfgang Scherer bilanzierte: „Der Kommune 2.0 e.V. wird diesen Prozess weiter flankieren und den Kommunen auch an dieser Stelle praktische Unterstützung geben.“

 

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