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IT-Planungsrat auf der CeBIT: Nutzung von eGovernment fördern

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Die Erhöhung der Nutzungszahlen von eGovernment-Angeboten war das Thema einer Podiumsdiskussion am Gemeinschaftsstand des IT-Planungsrates auf der CeBIT, an der Vertreter von Bund, Ländern und Wirtschaft teilnahmen.
Bei der Nutzung des eGovernments liegt Deutschland mit etwa 45 Prozent im Mittelfeld, während andere europäische Länder Quoten bis zu 70 Prozent erreichen. Ein erklärtes Ziel des IT-Planungsrates sei daher der Abbau von Hindernissen für den Online-Zugang zur öffentlichen Verwaltung, so der amtierende Vorsitzende Andreas Statzkowski in seiner Rede zur Eröffnung des Gemeinschaftsstandes des IT-PLR.

Konsequenter Abbau von Hindernissen

Andreas Statzkowski, Staatssekretär für Inneres und Sport des Landes Berlin und in diesem Jahr Vorsitzender des Gremiums: „Es gibt in Deutschland zahlreiche eGovernment-Angebote. Die Angebote müssen für die Kundinnen und Kunden einfacher nutzbar und damit attraktiver werden, ohne dabei die Sicherheit aus dem Blick zu verlieren“. Er plädierte für ein Service-Konto, das Bürgern und Wirtschaft einen einheitlichen personalisierten Zugang zu eGovernment-Angeboten ermöglicht und Anbindungsoptionen für Fachverfahren bietet. Dadurch entfiele die Notwendigkeit, sich für jedes in Anspruch genommene Verfahren separat anzumelden. Der Abbau von Medienbrüchen und die durchgängige Digitalisierung der Verwaltungsverfahren fördern das eGovernment zusätzlich.
Unterstützung fand er damit bei Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, der IT-Beauftragten der Bundesregierung. Sie plädierte dafür, die einheitliche Behördennummer internetfähig und für weitere Kanäle zugängig zu machen. In diesem Zusammenhang appellierte sie an die bisher abseits stehenden Bundesländer, sich der einheitlichen Behördennummer 115 anzuschließen.

Mobiler Einsatz von eGovernment-Anwendungen

Einig waren sich die Teilnehmer auf dem Podium über die Notwendigkeit, eGovernment-Anwendungen auch auf den mobilen Einsatz auszurichten und die technischen Möglichkeiten der Smartphone-Generationen für das eGovernment zu nutzen. eGovernment-Anwendungen seien aus Nutzersicht zu entwickeln, so Volker Halsch, Head of Public Sector bei arvato Bertelsmann und Dr. Martin Matzke, Market Leader Public, Health and Transport bei Atos. Viele aktuelle Anwendungen seien zu komplex, kritisierte Dr. Matzke, der zur Kommunikation in einer einfachen und verständlichen Sprache aufforderte.

Der IT-Planungsrat ist das politische Steuerungsgremium von Bund und Ländern, das die Zusammenarbeit in der Informationstechnik koordiniert. Seine Mitglieder sind die IT-Beauftragten des Bundes und der Länder. Der Vorsitz des Gremiums wechselt jährlich zwischen Bund und Ländern.

 

 

Quelle: Behörden Spiegel Online

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